Die tropische Indigopflanze (Indigofera tinctoria/Indigofera argentea) gehört zu den Hülsenfrüchten.
Die Indigofera und deren Blätter werden zur Herstellung des Naturfarbstoffes Indigo verwendet. Die geernteten Blätter wurden gewässert, damit das Indican Glucose abspaltete. 
Heute wird Indigo noch in Brasilien und El Salvador kultiviert. Man nutzt die farbstoffreichen Arten Indigofera arrecta und I. sumatrana.
Die Pflanzen enthalten jedoch kein Indigo, sondern Indican, das zunächst durch Gärung in Indoxyl umgewandelt werden muss. Durch anschließende Oxidation an der Luft entsteht aus dem gelben Indoxyl der blaue Indigo, diese Arbeitsgänge entsprechen der Küpenfärberei.
Nach diesem kleinen Ausflug zur Entstehung von Indigo kommen wir nun zur Erzeugung des Blaudruckes. Der Ausdruck “Blaudruck” ist eigentlich nicht ganz richtig. Gedruckt werden nur die Muster mit Hilfe des sogenannten Papp, eine Mischung aus Gummiarabikum und Tonerde. Die Muster werden mit alten Modeln und Druckwalzen auf den weißen Baumwollstoff aufgebracht. Anschließend muss nun der Stoff 3 Wochen trocknen.
Nach dem Trocknen beginnt dann der eigentliche Färbevorgang. Es wird in der Küppe – eine Mischung aus Wasser, Indigo und Kalk- der Baumwollstoff auf Rahmen aufgezogen und bis zu 4 Stunden im Färbebad versenkt. Die blaue Farbe entsteht nach der Färbung durch Oxidation an der Luft. Nach dem Trocknen wird der Stoff gewaschen und der Papp aus dem Gewebe ausgewaschen. An diesen Stellen hat der Stoff keine Farbe angenommen und strahlt jetzt in weiß. Wir verarbeiten den Original Burgenländischen Blaudruck.
